
Der Vorratsbehälter ist der auffälligste Teil der Pelleteinheit.
Die Bearbeitung der Oberfläche erfolgt bestenfalls im ungebogenen Zustand, so wird am einfachsten geschliffen oder satiniert. Falls beim Zusammenbau Kratzer entstehen, können diese im finalen Zustand einfacher bearbeitet werden, als wenn alles im verschweißten Zustand bearbeitet wird.
Für das schließen des Zylinders empfehle ich 2 Schablonen aus Holz, die auf Basis des oberen Trichterabschlusses hergestellt werden können. Der Durchmesser und die Zylindrigkeit sind elementar für die Abtrennung zwischen Pelletvorrat und Deckel.
- Die Ausrichtung / Anbauposition am Smoker wird durch die zu bearbeitende und rund-gebogene Seite definiert
- Oberfläche bearbeiten
- Rundbiegen
- Schablonen (Trichterabschluss) im oberen und unteren Bereich mit Spanngurten fixieren
- Markieren der überlappenden Schweißkante (ca. 30mm)
- (Optional) Absetzen der markierten Kante
Empfehlung: nach außen, dann ist der Abschluss zum Trichter besser,
da die Schweißnaht im hinteren Bereich des Behälters liegt und vorne nicht sichtbar ist - Verschweißen
Empfehlung: Widerstandspunktschweißzange
Alternativ mit WIG oder MAG – dann aber nur von aussen Schweissen, um keinen Materialauftrag an der Inneseite zu erzeugen - 90° Abkanten der Bodenflansche nach innen (Falzzange)
- Das Bodenblech auflegen und ausmitteln, die Löcher des Bodenblechs auf die Flansche übertragen und mit Ø6mm bohren
- Die M4 Nietmuttern ( Außen Ø 5,8) verpressen, und die Gewinde kontrollieren, evtl. mit M4 Gewindeschneider nachschneiden
- Kabelbügel ca 70-90mm oberhalb der Netzkabeldurchführung positionieren, markieren und mit Ø6,5mm bohren
Der abgesetzte und verspannte Behälter wird jetzt optimalerweise mit Widerstandschweisspunkten verschweißt. Hierzu nutze ich die Parkside Schweißpunktzange
Der verschweißte Behälter wird jetzt umgedreht und die Laschen für die Bodenbefestigung mit einer Falzzange (60mm Backenbreite) nach innen gebogen.
Die Anschraublöcher des Bodens auf die Laschen übertragen und mit Ø6mm gebohrt

Anschließend werden die M4 Nietmuttern eingepresst und das Gewinde auf Gängigkeit überprüft. Falls die Gewinde beschädigt sind mit M4 Gewindeschneider nachschneiden.
Die Nietmuttern können entweder mit dem Aufsatz für den Akkuschrauber oder
mit einer Nietmutternzange oder
(wie in diesem Video gezeigt) nur mit Schrauben und Muttern
eingepresst werden

Überprüfung, ob der Boden mit M4 x 8 Senkkopf ( TX20) klemmfrei verschraubt werden kann

Sicht von oben auf den verschraubten Boden

Flansche für die Anbindung am Luftkanal nach außen abstellen.
Dazu nutze ich eine Zange auf der 2 Winkelstahlstücke angeschweißt wurden. Der Abstand zwischen den Abstellungen sollte der Breite des Luftkanals (120mm) entsprechen, ein paar Millimeter größer machen aber keinen Unterschied

Kabelbügel:
Dazu wird im Bereich der Kabeldurchführung
ca. 70-90mm vom Boden (aber nicht zu hoch ansetzten, um nicht mit dem Trichter zu interferieren) der Bügel positioniert, markiert und mit Ø6,5mm gebohrt.
2 M6 Flachkopf-Schrauben (Innensechskant SW4 ) und 2 mal M6 Mutter fixieren den Bügel.
Dann demontieren, um die finale Montage nicht zu erschweren.